Gut sein und doch leben: Ist das überhaupt möglich?









In diesem Blogeintrag geht es um das Handeln Shen Tes und Shui Ta's in den verschiedenen Lebenssitutionen von Shen Te und um die Frage: „Gut sein und doch leben: Ist das überhaupt möglich?“

 Wie wir, hat auch Shen Te verschieden Facetten ihres Lebens. Sie ist nicht nur die Ladenbesitzerin eines Tabakladens, sondern hat auch ein Liebesleben sowie ein Leben als bevorstehende Mutter. In diesen Rollen handelt und denkt sie einerseits als Shen Te und andererseits als Shui Ta. Die Unterschiede des Verhaltens dieser beiden Charaktere soll im Folgenden dargestellt werden. 

Grundsätzlich ist Shen Te als Ladenbesitzer ein gutmütiger Mensch. Sie sieht nicht schlechtes in ihren Mitmenschen. Sie nimmt Obdachlose auf und ernährt diese, obwohl sie weiß, dass bei dem Tausch der Rollen niemand ihr auch nur ein Stück Brot geben würde. Ähnlich selbstloses Verhalten erkennt man auch am Verkauf ihres Tabaks. Diesen verschenkt sie einfach, obwohl der Verkauf dessen ihre einzige Einnahmequelle ist.
 Gegensätzlich dazu ist das Verhalten Shui Ta’s im Tabakladen. Grundsätzlich nimmt dieser alles gute, was er als Shen Te gemacht hat zurück. Ihm geht es nicht um da wohl der Gesellschaft, sondern um das Eigenwohl. Er verbündet sich mit der Polizei und führt eine harte und korrupte Geschäftspolitik.

 Auch im Liebesleben Shen Te’s werden diese Unterschiede deutlich. Während Shen Te alles für die Liebe tun würde und die wahre Liebe sogar vor Geld zieht, ist Shui Ta der Meinung, dass Liebe unnötig sei. Sein Apell ist Geld und so macht er auch Shu Fu Hoffnung auf Shen Te, obwohl diese kein Interesse an ihm hat. In der Liebe tut Shen Te erstmals etwas gute für sich und nicht für andere. Sie entscheidet sich den Weg ihres Herzens zu gehen und nicht den Weg der ihr von andere vorgeschlagen wird.

 Zuletzt gibt es das Leben Shen Te’s als angehende Mutter. An erster Stelle steht für sie da Wohl ihres Kindes. Koste es, was es wolle. Shen Te möchte ihrem Kind das best mögliche Leben ermöglichen, was sich auch in ihren Taten gegenüber Bedürftigen wieder spiegelt. Anstatt anderen zu helfen beutet Shui Ta seine Arbeiter aus, auch wenn diese Teilweise erst Kinder sind. 

Zusammenfassend ist festzustellen, das Shen Te auf beiden Seiten (gutes und schlechtes Handeln) zu extrem ist. Sie kann keine Mitte finden und ruiniert sich als Shen Te ihre Karriere und ihr Leben, was sie durch die schlechten Taten Shui Ta’s wieder ausgleicht. Die Existenz von Shen Te ist gespalten. 

Somit komme ich zur Frage zurück. Gut sein und doch Leben ist leider nicht möglich. Mit jeder Tat wird es Menschen geben, denen es dadurch schlechter geht, und wir werden niemals alle glücklich machen können ohne dabei unser eigenes Glück zu vernachlässigen. Shen Te hat versucht alle glücklich zu machen und hat im Endeffekt sich selbst verloren. 

Manchmal müssen wir Egoistisch sein und ein glückliches Leben führen zu können.


Kommentare

  1. Dein Eintrag gefällt mir sehr. Du hast dich gut mit dem Thema auseinandergesetzt. :)

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  2. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  3. Deine Posts sind immer super strukturiert und man merkt, dass du dich mit dem Thema gründlich auseinandergesetzt hast ;) Weiter so!

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